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Vitis vinifera

Weinrebe

Volksnamen: Weinstock, Echte Weinrebe, Rebe

Weinrebe

Foto: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public Domain · Quelle

Beschreibung

Die Weinrebe ist eine langlebige Kletterpflanze, die an Spalier, Pergola oder Hauswand wächst und in sonnigen Lagen süße Trauben trägt. Pilzfeste Sorten wie ‚Regent’ oder ‚Muscat bleu’ brauchen kaum Spritzungen und sind ideal für den Hausgarten. Mit den Jahren bildet sie einen kräftigen, verholzten Stamm.

Pflegehinweise

Pflanze die Rebe an eine warme, vollsonnige Südwand mit durchlässigem Boden und ziehe einen Hauptstamm an einem stabilen Drahtgerüst hoch. Schneide sie im Winter, wenn kein strenger Frost herrscht (Februar · KW 8), auf wenige Augen pro Fruchtrute zurück, der Schnitt entscheidet über den Ertrag. Ernte die Trauben, sobald sie voll ausgefärbt und süß sind (September · KW 39).

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfNiedrig

Pflanz die Weinrebe in tiefgründigen, gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt sie nicht und reagiert mit Wurzelfäule. Am besten gedeiht sie auf warmen, sandig-lehmigen Böden bei einem pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,0; deutlich über 7 droht auf kalkreichem Boden Eisenmangel-Chlorose mit gelben Blättern.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite im Frühjahr (März/April), wenn die Augen schwellen, reifen Kompost und Hornspäne flach um den Rebstock ein — das deckt den Bedarf organisch und langsam. Geh mit Stickstoff sparsam um: zu viel treibt weiches, pilzanfälliges Laub und mindert die Traubenqualität. Nach der Ernte im Herbst hilft etwas gut verrotteter Kompost der Holzreife und Frosthärte.

Schnitt

MonateJan–Feb
SaisonSpätwinter
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide deine Weinrebe im Spätwinter (Februar, in milden Lagen bis Anfang März) an einem trockenen, frostfreien Tag — vor dem Saftfluss, sonst „blutet" sie stark und verliert Kraft. Lass pro Fruchtrute meist 1–2 Augen als Zapfen stehen; der Sommerschnitt (Ausgeizen, Entlauben) ergänzt nur, ersetzt den Winterschnitt nicht.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

4 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

KrankheitmittelMai–Sep
Grauschimmel

Botrytis cinerea

Grauschimmel ist ein Schwächeparasit, der überall dort zuschlägt, wo es feucht und eng ist.

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MangelmittelJun–Sep
Kaliummangel

Kalium-Mangel

Kaliummangel zeigt sich zuerst an älteren, unteren Blättern: Die Ränder vergilben, verbräunen und rollen sich nach oben ein, während die Blattadern noch grün bleiben.

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SchädlinghochJun–Okt
Kirschessigfliege

Drosophila suzukii

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist eine kleine Fruchtfliege, die im Gegensatz zu heimischen Arten auch gesunde, noch reifende Früchte mit ihrem gezähnten Legebohrer anbohrt und dort Eier…

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MangelmittelMai–Aug
Manganmangel

Mangan-Mangel

Manganmangel zeigt sich als netzartige Chlorose: Die Blattadern bleiben grün, während die Flächen dazwischen hellgrün bis gelb ausbleichen.

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Sorten

10 Sorten
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