Juglans regia
Walnuss
Volksnamen: Echte Walnuss, Welsche Nuss
Foto: surrealpenguin · CC BY-SA 2.0 · Quelle
Beschreibung
Die Walnuss ist ein stattlicher, langlebiger Baum, der über Jahrzehnte zu einem Garten-Wahrzeichen heranwächst und ab September fettreiche Nüsse abwirft. Veredelte Sorten wie ‚Geisenheim 26’ tragen früher und zuverlässiger als Sämlinge. Bedenke beim Pflanzen, dass sie über das Juglon im Laub viele Nachbarpflanzen hemmt, sie braucht viel Platz für sich.
Pflegehinweise
Pflanze sie an einen sonnigen, geräumigen Standort mit tiefem Boden und gib ihr von Anfang an reichlich Abstand zu Beeten und anderen Bäumen. Schneide nur wenn nötig und ausschließlich im Spätsommer (August), weil Walnüsse im Winter und Frühjahr stark bluten. In den ersten Jahren bei Trockenheit wässern; etablierte Bäume kommen mit wenig Pflege aus.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich
Die Walnuss braucht einen tiefgründigen, nährstoffreichen Lehm- oder Tonboden mit gutem Humusgehalt und sicherer Durchlässigkeit – Staunässe verträgt sie nicht. Kalkhaltige, neutrale bis leicht basische Böden sind ideal; lockere beim Pflanzen tief auf, weil das Wurzelsystem tief reicht.
Düngung
Mittelzehrer
Arbeite im Frühjahr (März/April) reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach in die Baumscheibe ein. Auf gut versorgten Standorten reicht das alle zwei bis drei Jahre. Eine Mulchschicht auf der Baumscheibe hält Feuchtigkeit und gibt langsam Nährstoffe ab – das hilft besonders jungen Bäumen. Verzichte auf späte Stickstoffgaben, sonst reifen die Triebe vor dem Winter nicht aus.
Schnitt
Schneide die Walnuss nur bei Bedarf, am besten im Juli bis September (KW 27–39) nach dem Triebabschluss — dann ist der Saftdruck gering und die Wundheilung am günstigsten. Entferne dabei vor allem Konkurrenz- und nach innen wachsende Triebe; einen Erziehungsschnitt wie beim Obstbaum braucht sie nicht.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
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‚Geisenheim 139’
Diese Geisenheimer Auslese treibt spät aus und ist deshalb gut für Lagen geeignet, in denen dich Spätfröste sonst um die Ernte bringen.
‚Geisenheim 26’
Eine bewährte deutsche Auslese aus Geisenheim, die mit ihrem mittleren Austrieb Spätfrösten oft entgeht und dadurch zuverlässig trägt.
‚Weinsberg 1’
Eine in Weinsberg selektierte Sorte, die für den württembergischen Anbau ausgelesen wurde und sich durch späten Austrieb vor Spätfrösten schützt.
Erfahrungen aus echten Gärten
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