Armoracia rusticana
Meerrettich
Volksnamen: Kren
Foto: Pethan · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Meerrettich ist eine ausdauernde Staude mit kräftiger Pfahlwurzel, die beim Reiben ihre scharfen Senföle freisetzt. In der Volksheilkunde gilt er traditionell als wärmendes Würzkraut; im Garten breitet er sich über Wurzelstücke hartnäckig aus, darum bekommt er am besten eine abgegrenzte Ecke.
Pflegehinweise
Stecke im Frühjahr sogenannte Fechser (Seitenwurzeln) schräg in tiefgründigen, lockeren Boden und gib der Pflanze reichlich Platz. Ernte die Wurzeln ab Oktober nach dem ersten Frost, wenn sie am schärfsten sind, und lass beim Ausgraben bewusst Stücke im Boden, wenn du den Bestand erhalten willst, sonst grabe gründlich aus, da jedes Wurzelstück neu austreibt.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Meerrettich braucht einen tiefgründigen, lockeren und humusreichen Boden, am besten sandigen Lehm. Lockere ihn 40-50 cm tief, damit die Wurzeln gerade und ungehindert in die Tiefe wachsen. Staunässe verträgt er nicht: Der Boden soll gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig sein. Schwere Tonböden vor dem Pflanzen mit grobem Sand und reifem Kompost auflockern. Ein pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,5 (leicht sauer bis neutral) passt ihm gut.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Starkzehrer
Im Frühjahr vor dem Pflanzen reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach in den Boden einarbeiten - das verbessert die Bodenstruktur und versorgt langfristig. Hornspäne sorgen ergänzend für eine langsame Stickstofffreigabe. In der Hauptwachstumszeit im Frühsommer bei Bedarf mit etwas Kompost nachversorgen. Bleib beim Stickstoff maßvoll: Zu viel treibt das Blattwerk auf Kosten der Wurzel, und gerade die willst du beim Meerrettich.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
besonders bewährtHülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.
Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Doldenblütler (Apiaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lippenblütler (Lamiaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.
Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua
Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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