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Pisum sativum var. medullare

Markerbse

Volksnamen: Runzelerbse, Grüne Erbse, Palerbse

Markerbse

Beschreibung

Die Markerbse liefert die klassischen süßen, grünen Tafelerbsen, ihre Kerne sind reif und getrocknet runzelig, weil sie besonders viel Zucker statt Stärke speichern. Du isst nur die Kerne und wirfst die Schote weg. Direkt vom Strauch genascht stellt sie jede tiefgekühlte Erbse in den Schatten.

Pflegehinweise

Säe die Kerne ab März bis Mai rund 4 cm tief in flache Rillen und stelle früh eine Rankhilfe aus Reisig oder Netz auf. Halte den Boden gleichmäßig feucht, vor allem während Blüte und Schotenfüllung. Ernte, sobald die Schoten prall gefüllt, aber noch saftig grün sind, überreife Erbsen werden mehlig.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfMittel

Gib der Markerbse einen tiefgründigen, lockeren Boden mit guter Wasserdurchlässigkeit — Staunässe verträgt sie nicht, und schwere, verdichtete Tonböden oder reiner Sand sind ungeeignet. Sie mag es kalkhaltig bis neutral: Liegt der pH unter 6,0, solltest du kalken, sonst arbeiten die Knöllchenbakterien für die Stickstoffbindung kaum.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Arbeite vor der Aussaat im Frühjahr (März–April) etwas reifen Kompost flach in den Boden ein — das reicht der Erbse als Grundversorgung. Auf keinen Fall stickstoffbetont düngen und keinen frischen Mist geben: Als Leguminose holt sich die Markerbse ihren Stickstoff über die Rhizobium-Knöllchen aus der Luft, zu viel N fördert nur Krankheiten und verzögert die Reife. Nur auf sehr mageren Böden kannst du zur Aussaat sparsam etwas Hornspäne ergänzen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohlRettich und 32 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel KürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaidoPatisson und 13 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel SchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote ZwiebelSchalotte und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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