Prunus avium
Süßkirsche
Volksnamen: Kirsche, Vogelkirsche
Beschreibung
Die Süßkirsche schenkt dir im Hochsommer pralle, süße Früchte direkt vom Baum, ein Genuss, den keine gekaufte Kirsche erreicht. Die meisten Sorten brauchen einen passenden Befruchter in der Nähe; selbstfruchtbare Sorten wie ‚Lapins’ tragen auch allein. Auf schwach wachsender Unterlage bleibt der Baum auch im kleinen Garten erntbar.
Pflegehinweise
Pflanze sie im Herbst oder Frühjahr an einen sonnigen, luftigen Platz mit tiefgründigem, gut drainiertem Boden. Schneide ausschließlich im Sommer direkt nach der Ernte (Juli · KW 28), weil Winterschnitt das Risiko für die gefürchtete Monilia und für Gummifluss erhöht. Spanne vor der Reife ein Netz über kleinere Bäume, sonst kommen dir die Vögel zuvor.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Die Süßkirsche will einen tiefgründigen, lockeren und humosen Boden, gern lehmig-sandig und gut durchlässig — kalkhaltige Böden verträgt sie sogar gut. Staunässe und schwere, verdichtete Tonböden meidest du unbedingt, denn dort drohen Gummifluss und Wurzelschäden.
Düngung
Mittelzehrer
Dünge im zeitigen Frühjahr (Ende März bis Anfang April, vor der Blüte): Kompost auf die Baumscheibe geben und mit Hornspänen flach einarbeiten. Auf leichten Sandböden lieber etwas später, auf schweren Lehmböden früher. Eine zweite, leichte organische Gabe Ende Mai bis Anfang Juni unterstützt Fruchtansatz und Triebabschluss. Ab Juli nicht mehr stickstoffbetont düngen, sonst reift das Holz nicht rechtzeitig ab und die Frosthärte sinkt.
Schnitt
Schneide die Süßkirsche im Sommer direkt nach der Ernte (Juli bis August) bei trockenem Wetter – dann heilen die Wunden schnell. Meide den Winterschnitt in der Saftruhe, weil offene Schnittstellen sonst Krankheiten und Gummifluss begünstigen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
7 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Aphidoidea
Blattläuse sind die häufigsten Saugschädlinge im Garten.
Mehr zu BlattläuseOperophtera brumata
Der Kleine Frostspanner fällt im Frühjahr durch seine grünen, beim Kriechen „Katzenbuckel“-spannenden Raupen auf, die ab dem Austrieb Knospen, Blüten und junge Blätter durchlöchern und verspinnen.
Mehr zu Frostspanner (Kleiner Frostspanner)Drosophila suzukii
Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist eine kleine Fruchtfliege, die im Gegensatz zu heimischen Arten auch gesunde, noch reifende Früchte mit ihrem gezähnten Legebohrer anbohrt und dort Eier…
Mehr zu KirschessigfliegeRhagoletis cerasi
Die Kirschfruchtfliege legt ihre Eier ab Mitte Mai in gerade gelb werdende Süßkirschen; die geschlüpfte Made frisst im Fruchtfleisch und macht die Kirsche madig und faul.
Mehr zu KirschfruchtfliegeMonilia fructigena
Die Monilia-Fruchtfäule lässt reifende Früchte an Baum und Lager braun verfaulen. Auf den faulen Stellen bilden sich kreisförmig angeordnete, polsterartige Sporenlager.
Mehr zu Monilia-FruchtfäuleMonilia laxa
Die Monilia-Spitzendürre infiziert Steinobst über die offene Blüte und wandert von dort in den Trieb.
Mehr zu Monilia-SpitzendürreWilsonomyces carpophilus
Die Schrotschusskrankheit wird durch den Pilz Wilsonomyces carpophilus verursacht und befällt vor allem Steinobst wie Kirsche, Pflaume, Pfirsich und Aprikose.
Mehr zu SchrotschusskrankheitSorten
10 Sorten‚Büttners Rote Knorpelkirsche’
Büttners Rote Knorpelkirsche ist eine sehr alte deutsche Sorte mit hellroter bis gelb-roter, fester Frucht, eine der klassischen gelbroten Knorpelkirschen.
‚Burlat’
Mit Burlat startet bei dir die Kirschsaison, sie gehört zu den frühesten Sorten überhaupt und ist meist schon Anfang Juni reif.
‚Hedelfinger Riesenkirsche’
Die Hedelfinger Riesenkirsche ist ein alter schwäbischer Klassiker und ein robuster, stark wachsender Baum, der auch in rauen Lagen noch zuverlässig trägt.
‚Kordia’
Kordia ist eine der besten späten Tafelkirschen, dunkle, herzförmige, sehr feste Früchte mit kräftigem, vollem Aroma.
‚Lapins’
Lapins ist eine selbstfruchtbare Spätsorte und damit perfekt, wenn du nur einen einzigen Kirschbaum pflanzen möchtest.
‚Regina’
Regina ist die späte Marktsorte schlechthin und für den Hausgarten eine sehr verlässliche Wahl: große, feste…
‚Schneiders Späte Knorpelkirsche’
Schneiders Späte Knorpelkirsche ist eine der bekanntesten alten deutschen Tafelkirschen, große, glänzend dunkelrote, feste Früchte mit feinem Aroma.
‚Summit’
Summit ist eine mittelfrüh reifende Sorte mit auffallend großen, herzförmigen Früchten und sehr süßem, saftigem Geschmack.
‚Sunburst’
Sunburst ist eine selbstfruchtbare Süßkirsche, du brauchst also keinen zweiten Baum als Befruchter, ideal für kleine Gärten.
‚Sweetheart’
Sweetheart ist eine der spätesten Süßkirschen und verlängert die Saison bis weit in den Juli hinein.
Erfahrungen aus echten Gärten
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