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Petunia × hybrida

Petunie

Volksnamen: Garten-Petunie, Hänge-Petunie

Petunie

Foto: Jerzy Opioła · CC BY-SA 4.0 · Quelle

Beschreibung

Die Petunie ist die unangefochtene Königin der Balkonkästen und Ampeln: Von Mai bis zum ersten Frost überschüttet sie sich mit trichterförmigen Blüten in nahezu jeder Farbe, von reinem Weiß über Rosa und Rot bis zu tiefem Violett. Hängende und kompakte Sorten wuchern in dichten Blütenkaskaden, die den ganzen Sommer ohne Pause durchblühen, vorausgesetzt, sie bekommen reichlich Wasser und Nährstoffe.

Pflegehinweise

Pflanze sie nach den Eisheiligen Mitte Mai in nährstoffreiche Erde an einen warmen, sonnigen Platz, sie ist frostempfindlich. Gieße täglich, an heißen Tagen morgens und abends, und dünge wöchentlich, denn Petunien sind echte Starkzehrer und blühen sonst nur spärlich. Putze Verblühtes und verklebte Blüten regelmäßig aus, gerade nach Regen. Ein leichter Rückschnitt im Hochsommer regt zerzauste Pflanzen zu frischem, dichtem Neuaustrieb an.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.28.0

Bodenart

humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfHoch

Petunien brauchen humusreiche, nährstoffreiche und gut durchlässige Erde ohne Staunässe — nasse Füße quittieren sie mit Wurzelfäule, gerade in Topf und Kasten ist gute Drainage Pflicht. Halte den Boden leicht sauer und gib keinen Kalk: bei zu hohem pH nimmt die Petunie kaum noch Eisen auf und bekommt gelbe Blätter mit grünen Adern (Chlorose); in kalkreichen Regionen lieber mit Regenwasser gießen.

Düngung

Starkzehrer

Arbeite beim Einpflanzen Mitte Mai reifen Kompost und etwas Hornspäne flach in die Erde ein — das versorgt die Pflanze für den Start. Weil Petunien Starkzehrer sind, gibst du ihnen über die Wachstums- und Blütezeit von Mai bis Oktober regelmäßig nach: alle paar Wochen eine dünne Lage reifen Kompost ums Pflänzchen oder verdünnte Brennnesseljauche über das Gießwasser. Ab dem Spätherbst nicht mehr düngen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Spargelgewächse (Asparagaceae)

besonders bewährt

Spargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.

Zum Beispiel FunkieSpargelBlausternTraubenhyazintheHyazintheAmerikanische Agave

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lippenblütler (Lamiaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Raublattgewächse (Boraginaceae)

Borretsch lockt Bestäuber an und soll den Tomatenschwärmer von den Nachtschattengewächsen fernhalten.

Zum Beispiel BorretschEchter BeinwellPhaceliaEchtes LungenkrautNatternkopfSumpf-Vergissmeinnicht und eine weitere Art im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Korbblütler (Asteraceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KopfsalatStudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalat und 57 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlingmittelMär–Okt
Trauermücken

Sciaridae

Trauermücken sind kleine, schwarze Mücken aus der Familie Sciaridae, deren Larven in feuchter Blumenerde leben und dort an Wurzelhärchen sowie jungen Trieben fressen.

Mehr zu Trauermücken

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