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Brassica napus var. napobrassica

Steckrübe

Volksnamen: Kohlrübe, Wruke, Butterrübe

Steckrübe

Foto: Picasa user Seedambassadors · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Beschreibung

Die Steckrübe ist eine genügsame, gelbfleischige Wurzel mit mild-süßem Kohlgeschmack und ein klassisches Wintergemüse aus der norddeutschen Küche. Sie ist lange als arme-Leute-Essen verschrien gewesen, erlebt aber als feines Schmorgemüse und Püree eine Renaissance. Frost macht sie milder und süßer.

Pflegehinweise

Säe sie ab Mai bis Juni direkt ins Beet, als spät gesäte Kultur stört sie die Vorfrucht nicht und ist im Herbst erntereif. Halte einen Abstand von etwa einer Handbreit, gieße bei Trockenheit gleichmäßig und hacke regelmäßig. Ernte ab Oktober vor strengen Frösten; im Sandmieten oder kühlen Keller hält sie sich den ganzen Winter.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, nährstoffreich, durchlässig

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Gib der Steckrübe einen tiefgründigen, humosen und leicht lehmigen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe bildet — lockere ihn vor der Aussaat tief auf. Halte den pH bei mindestens 6,5: Auf saurem, verdichtetem Boden droht Kohlhernie, kalke bei Bedarf vorsichtig auf; über pH 7,0 wird die Borversorgung schlechter.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite im Herbst des Vorjahres oder im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach ein — das deckt den moderaten Bedarf als Mittelzehrer meist schon ab. Nur wenn das Laub im Sommer blass wird, gib zur Rübenbildung (etwa im Juli) noch etwas reifen Kompost oder Hornspäne oberflächlich dazu. Frischen Mist und zu viel Stickstoff meiden — sie treiben das Laub und machen die Rübe fade.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

KrankheithochMai–Sep
Kohlhernie

Plasmodiophora brassicae

Kohlhernie ist eine bodenbürtige Pilzkrankheit, die von Plasmodiophora brassicae verursacht wird und alle Kohlgewächse befällt.

Mehr zu Kohlhernie

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