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Wisteria sinensis

Blauregen

Volksnamen: Chinesischer Blauregen, Glyzinie, Glycine

Blauregen

Beschreibung

Der Blauregen verwandelt im Mai jede Hauswand in einen Wasserfall aus blauvioletten Blütentrauben, die herrlich duften. Als kräftiger Schlinger erobert er in wenigen Jahren ganze Pergolen und braucht ein massives, gut verankertes Gerüst. Sämtliche Pflanzenteile, besonders die Samen, sind giftig.

Pflegehinweise

Setze den Blauregen an einen sonnigen, warmen Platz mit nährstoffreichem Boden und einer stabilen Kletterhilfe aus Metall oder dicken Pfosten. Schneide ihn konsequent zweimal im Jahr: Ende Juli (KW 30) die langen Sommertriebe auf etwa fünf Augen ein, im Februar (KW 7) noch einmal auf zwei bis drei Augen, das zwingt ihn zur Blüte statt ins Kraut. Gieße in den ersten Jahren regelmäßig, bis er gut eingewurzelt ist.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkmeidend

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Pflanz Blauregen in frischen, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden mit reichlich Humus — schwere Böden mit Staunässe meidet er. Er mag neutralen bis leicht sauren Boden (etwa pH 5,5–7,0); auf stark kalkreichem Boden kann er Eisenchlorose mit gelblichen Blättern zeigen, ein echter Säureliebhaber wie die Heidelbeere ist er aber nicht. Auf schwerem Lehm lockerst du vor dem Pflanzen mit reifem Kompost und sorgst für Abzug.

Düngung

Schwachzehrer

Als Hülsenfrüchtler versorgt sich Blauregen über Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff — gib ihm deshalb keinen stickstoffbetonten Dünger, das treibt nur Blattmasse statt Blüten. Im Frühjahr arbeitest du etwas reifen Kompost flach in den Wurzelbereich ein; auf nährstoffärmeren Böden hilft eine zweite, kleinere Gabe bis etwa Juli. Ab Hochsommer stellst du die Düngung ein, damit das Holz ausreift. Auf gut versorgten Gartenböden reicht die jährliche Kompostgabe völlig.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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