Brassica oleracea var. italica
Brokkoli
Volksnamen: Spargelkohl, Bröckelkohl
Foto: Rasbak · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Beim Brokkoli erntest du die noch geschlossenen, grünen Blütenknospen samt zartem Stiel. Nach dem Schnitt des Hauptkopfs treibt die Pflanze fleißig kleinere Seitenrosen nach, sodass du oft über Wochen ernten kannst, das macht ihn zu einem besonders ergiebigen Kohl.
Pflegehinweise
Pflanze vorgezogene Setzlinge ab April mit gut einer Armlänge Abstand ins nährstoffreiche, feuchte Beet und halte den Boden gleichmäßig feucht. Ernte den Hauptkopf, solange die Knospen fest geschlossen und dunkelgrün sind, sobald sich gelbe Blüten zeigen, ist er überständig; lass die Pflanze danach für die Seitentriebe stehen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, nährstoffreich, kalkliebend
Brokkoli mag tiefgründige, humusreiche und gleichmäßig feuchte Böden — am liebsten lehmig-sandige Mischböden mit guter Wasserspeicherung, Staunässe verträgt er nicht. Ein neutraler bis leicht alkalischer Boden (pH Richtung 7) kommt ihm entgegen und beugt der Kohlhernie vor; auf saurem Boden vor der Pflanzung Kalk flach einarbeiten.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Starkzehrer
Brokkoli ist ein Starkzehrer: Arbeite zur Beetvorbereitung im Frühjahr (oder im Sommer beim Herbstanbau) reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das ist die Grunddüngung. Etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Auspflanzen, wenn sich die Köpfe zu bilden beginnen, kannst du mit Brennnesseljauche oder verdünntem Komposttee nachdüngen. Beim Herbstanbau die stickstoffbetonte Düngung spätestens Ende August beenden, damit das Gewebe nicht weich und frostanfällig wird.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
besonders bewährtHülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.
Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Doldenblütler (Apiaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lippenblütler (Lamiaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.
Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua
Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
5 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Phyllotreta
Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen.
Mehr zu ErdflohDelia radicum
Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an.
Mehr zu Kleine KohlfliegePlasmodiophora brassicae
Kohlhernie ist eine bodenbürtige Pilzkrankheit, die von Plasmodiophora brassicae verursacht wird und alle Kohlgewächse befällt.
Mehr zu KohlherniePieris brassicae
Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen.
Mehr zu Großer KohlweißlingArion vulgaris
Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet.
Mehr zu Spanische WegschneckeSorten
6 Sorten‚Burbank F1’
Ein moderner F1-Hybrid für die Sommerkultur, der auch bei Hitze und Trockenstress noch dichte, gleichmäßige Köpfe ansetzt.
‚Calabrese Natalino’
Der italienische Klassiker, von dem sich fast alle modernen Brokkoli-Sorten ableiten.
‚Di Cicco’
Eine alte italienische Sorte von 1890, die du vor allem wegen ihrer reichen Seitentriebbildung schätzen wirst.
‚Limba’
Eine zuverlässige samenfeste Sorte für den Hausgarten, die mittelgroße, feste und gleichmäßig gewölbte Köpfe bildet.
‚Marathon F1’
Ein bewährter F1-Hybrid für die Spätkultur, der große, dichte und gleichmäßig gewölbte Hauptkronen bildet.
‚Ramoso Calabrese’
Eine traditionelle, stark verzweigende Sorte aus Kalabrien, die nach der mittelgroßen Hauptkrone besonders üppig Seitentriebe nachschiebt.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
Noch keine Erfahrungen geteilt. Bist du die erste, die etwas notiert?
