Onobrychis viciifolia
Esparsette
Volksnamen: Saat-Esparsette, Süßklee, Türkischer Klee
Foto: javier martin · Public Domain · Quelle
Beschreibung
Die Esparsette ist eine mehrjährige, tiefwurzelnde Leguminose, die kalkreiche, trockene Böden liebt und auch magere Standorte begrünt. Über ihre Knöllchenbakterien bindet sie Stickstoff und bricht mit der kräftigen Pfahlwurzel verdichtete Schichten auf. Ihre rosaroten Blütenkerzen sind eine der besten Bienen- und Hummelweiden überhaupt.
Pflegehinweise
Säe die Esparsette im Frühjahr (April/Mai · KW 14-22) oder im Spätsommer (August · KW 32) auf kalkhaltigen, durchlässigen Boden, Staunässe verträgt sie nicht. Als mehrjährige Kultur darfst du sie zwei bis drei Jahre stehen lassen. Mähe sie zur Vollblüte für die beste Bienenweide und arbeite den letzten Aufwuchs vor der Folgekultur ein.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, trocken, kalkliebend, mager
Du brauchst einen warmen, sonnigen Platz mit gut durchlässigem, kalkhaltigem Boden – sandig-lehmig ist ideal. Magere, nährstoffarme Böden kommen ihr entgegen; schwere, zu Staunässe neigende oder saure Böden (pH unter 6,5) verträgt sie nicht. Einmal etabliert, kommt sie dank tiefer Pfahlwurzel auch mit längeren Trockenphasen gut zurecht.
Düngung
Schwachzehrer
Als Leguminose bindet die Esparsette über Knöllchenbakterien Luftstickstoff selbst – eine Stickstoff-Düngung ist nicht nötig und würde sie eher schwächen. Zur Etablierung kannst du im Frühjahr etwas reifen Kompost flach einarbeiten; danach braucht sie auf ihren bevorzugten mageren Standorten keine weitere Düngung.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Kreuzblütler (Brassicaceae)
besonders bewährtHülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Doldenblütler (Apiaceae)
Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
besonders bewährtLauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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