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Vicia villosa

Zottelwicke

Volksnamen: Winterwicke, Sandwicke, Zottige Wicke

Zottelwicke

Beschreibung

Die Zottelwicke ist die winterharteste Wicke und eine ausgezeichnete stickstoffbindende Gründüngung für die späte Aussaat. Mit ihren Knöllchenbakterien reichert sie den Boden mit Stickstoff an, während die rankenden Triebe eine dichte, bodenbedeckende Decke bilden. Im Gemenge mit Winterroggen stützt sie sich an den Halmen ab und überwintert besonders sicher.

Pflegehinweise

Säe die Zottelwicke im August oder September (KW 32-39), gern zusammen mit Winterroggen als stützendem Partner. Sie gedeiht auch auf leichten, sandigen Böden. Mähe oder walze den Bestand im Frühjahr (Mai · KW 18) zur Blüte und arbeite ihn flach ein, so steht der gebundene Stickstoff der Folgekultur zur Verfügung.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, humos, mager

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Zottelwicken sind genügsam und gedeihen auf lockeren, durchlässigen Sand- und Lehmböden, auch auf mageren, mäßig trockenen Standorten. Schwere, staunasse Böden meidest du besser; als Leguminose reichert die Pflanze über Knöllchenbakterien selbst stickstoffarme Böden mit Stickstoff an.

Düngung

Schwachzehrer

Als stickstoffsammelnde Hülsenfrucht braucht die Zottelwicke keine Stickstoffdüngung. Auf sehr armen, strukturschwachen Böden kannst du vor der Frühjahrs-Aussaat etwas reifen Kompost flach einarbeiten, das fördert das Bodenleben und die Wurzelknöllchen. Eingearbeitet als Gründüngung wird ihre Biomasse selbst zur Nährstoffquelle für die Folgefrucht.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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