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Brassica oleracea var. gemmifera

Rosenkohl

Volksnamen: Sprossenkohl, Kohlsprossen

Rosenkohl

Foto: Eric Hunt · CC BY 2.5 · Quelle

Beschreibung

Der Rosenkohl trägt seine kleinen, festen Röschen wie Knöpfe entlang eines hohen Stängels. Er ist ein klassisches Wintergemüse und braucht eine lange Saison, geerntet wird von unten nach oben, am besten erst nach den ersten Frösten, die ihn süßer und milder machen.

Pflegehinweise

Pflanze die Setzlinge schon im Frühjahr (April bis Mai) mit gut einer Armlänge Abstand ins feste, nährstoffreiche Beet, denn Rosenkohl braucht die ganze Saison zum Reifen. Häufle die hohen Stängel etwas an oder stütze sie an windigen Lagen und ernte ab Oktober die unteren Röschen zuerst, die Pflanze hält den ganzen Winter im Beet.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, nährstoffreich, feucht, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfHoch

Rosenkohl will einen tiefgründigen, schweren, lehmig-humosen Boden mit guter Wasserhaltekraft — gleichmäßige Feuchte ist bei der langen Standzeit wichtig, Staunässe verträgt er aber nicht. Ein hoher pH-Wert im neutralen bis leicht basischen Bereich ist günstig: Er beugt der Kohlhernie vor, weshalb du sauren Boden vor der Pflanzung aufkalken kannst.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Starkzehrer

Arbeite im Herbst oder zeitigen Frühjahr reifen Kompost flach in den Boden ein, das verbessert Struktur und Grundversorgung. Zur Pflanzung im Mai/Juni harkst du Hornspäne oberflächlich ein, damit der Stickstoff langsam frei wird. Wegen der langen Kultur kannst du im Sommer organisch nachdüngen. Ab Ende August nicht mehr stickstoffbetont düngen, damit die Pflanzen frosthart bleiben.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

3 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlinghochApr–Sep
Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an.

Mehr zu Kleine Kohlfliege
KrankheithochMai–Sep
Kohlhernie

Plasmodiophora brassicae

Kohlhernie ist eine bodenbürtige Pilzkrankheit, die von Plasmodiophora brassicae verursacht wird und alle Kohlgewächse befällt.

Mehr zu Kohlhernie
SchädlinghochMai–Sep
Großer Kohlweißling

Pieris brassicae

Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen.

Mehr zu Großer Kohlweißling

Sorten

4 Sorten
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