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Cicer arietinum

Kichererbse

Volksnamen: Garbanzo, Echte Kicher

Kichererbse

Beschreibung

Die Kichererbse stammt aus dem Vorderen Orient und liebt Wärme und Trockenheit, im Klimawandel wird sie auch im DACH-Garten zunehmend ein Thema. Jede zottelig behaarte Hülse birgt meist nur ein bis zwei nussige Kerne, Grundlage für Hummus und Falafel. Sie braucht eine lange, sonnige Saison, um auszureifen.

Pflegehinweise

Säe die Kerne erst ab Ende April bis Mai an den wärmsten, vollsonnigen Platz im Garten in durchlässigen, eher mageren Boden. Gieße zurückhaltend, Staunässe verträgt die Kichererbse gar nicht. Ernte die Pflanzen im Spätsommer, wenn sie vergilben, und trockne die Hülsen vollständig nach, bevor du die Kerne auslöst.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, mager, trocken, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfNiedrig

Gib der Kichererbse einen leichten, gut durchlässigen Boden — sandig bis sandig-lehmig, der sich rasch erwärmt; Staunässe verträgt sie gar nicht und reagiert mit Wurzelfäule. Der Boden darf eher mager sein, und bei saurem Boden kalkst du vor der Aussaat auf, denn die Kichererbse mag neutralen bis leicht kalkhaltigen Boden, keine schweren, tonigen Standorte.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Als Leguminose bindet die Kichererbse über Knöllchenbakterien Luftstickstoff selbst und braucht keine Stickstoffgabe — stickstoffreiche organische Dünger hemmen sogar die Knöllchenbildung, lass sie weg. Arbeite stattdessen im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach ein, der die Phosphor- und Kaliversorgung deckt; auf sehr ausgelaugten Böden ergänzt Gesteinsmehl die Mineralstoffe. Beachte: In mitteleuropäischen Böden fehlen die passenden Knöllchenbakterien oft, eine Impfung des Saatguts hilft der Selbstversorgung.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillPetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerieGewürzfenchel und 17 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel KürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaidoPatisson und 13 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel SchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote ZwiebelSchalotte und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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